REVIEW: Christopher Robin

Wie viele von uns sind mit Winnie Puuhs und Christopher Robins Geschichten aus dem Hundert-Morgen-Wald groß geworden?! Der kleine dumme Push-Bär, der nicht nur Christopher Robin selbst immer wieder zum lachen gebracht hat, sondern auch Millionen von anderen Kindern. Und heute bringt Disney all diese Erinnerungen zurück…

… mit Christopher Robin.

Zur Story:

Christopher Robin, gespielt von Ewan McGregor, ist mittlerweile erwachsen geworden. Er hat im Krieg gedient, hat eine Frau und eine Tochter und einen Job. Er lebt ein normales „Erwachsenen-Leben“. Von Puuh und seinen Freunden keine Spur. Als er allerdings selbst in eine moralische und auch persönliche Krise gerät, trifft er plötzlich wieder auf seinen alten Kumpel Winnie Push, der ihm zeigt, welche Dinge im Leben wirklich wichtig sind. Gemeinsam mit Puuh und seinen Freunden lernt Christopher Robin nicht nur seine Firma, sondern auch sein eigenes Leben und damit seine Familie zu retten.

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Bildrechte: Walt Disney

Nach „Goodbye Christopher Robin“ ist es der zweite Film, der nach der kindlichen Welt von Christopher Robin und seinen Freunden aus dem Hundert-Morgen-Wald spielt. Christopher ist inzwischen erwachsen geworden und hat Puuh, Ferkel, Tiger, I-ah, Eule, Kanga und Ruh und natürlich auch Rabbit aus den Augen verloren. Im Gegensatz zu Puuh hat Christopher Robin über die Zeit keinen richtigen Gedanken mehr an Puuh und die anderen „verschwendet“. Wie so oft in der „Welt der Erwachsenen“ denkt er viel zu ernst und verbittert über seine Zukunft nach. Hat nur die Arbeit und den Erfolg im Kopf.

Als ich so im Kino saß und mir „Christopher Robin“ so angeschaut habe, hab ich mich immer wieder selbst dabei ertappt, gar nicht mehr so sehr die Figuren im Film zu sehen, sondern viel mehr das eigene Leben. Ab und an habe ich mich tatsächlich gefragt, ob ich genauso bin, ob ich genauso verbohrt und verbittert an einige Dinge heran gehe. Man sagt immer so leicht: „Ich gehe alles locker an.“ Aber tun wir es am Ende wirklich?

Ich glaube, genau das ist es auch, was uns der Film zeigen will. Gar nicht so sehr mit dem vorgehaltenen Spiegel, sondern eher in einer kindlichen und fach schon spielerischen Form. Deswegen ist die sogenannte „Message“ des Film viel mehr als nur süße Plüschtiere, die sprechen können. Es ist vielmehr das Bild unserer Gesellschaft. Klingt jetzt vielleicht sehr dick aufgetragen, aber wenn wir uns mal umschauen ist es doch genau so. Wir leben in einer Welt, in der uns Job und Karriere wahnsinnig wichtig sind und wenn wir nicht aufpassen, versäumen wir die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Das soll jetzt überhaupt nicht nach einer Weisheit oder einer Lehre klingen, aber ich glaube, dass der Film genau das mit einem macht. Er regt einfach zum nachdenken an und das finde ich super.

Es führt den Film eben ein bisschen weg von dem süßen, dümmlichen Winnie Puuh weg. Die Zeichentrickfigur verwandelt sich in eine Figur, die uns zeigt, wie wichtig es ist seine Familie und seine Freunde niemals aus den Augen zu verlieren.

Der Regisseur Marc Forster hat es geschafft den alten Kinderhelden Winnie Puuh auf die Leinwand zu bringen und ihn auf eine witzige aber doch tiefgründige Weise eine neue Geschichte erzählen zu lassen. Die überhaupt nicht traurig oder sentimental daherkommt. Im Gegenteil, wir als Zuschauer haben zu keinem Zeitpunkt das Gefühl gerade in einer Welle von Sentimentalität unter zu gehen. Vielmehr schaffen es Puuh und seine Freunde die „Message“ mit einer gewissen Leichtigkeit rüber zubringen.

Fazit: Ein toller Film mit einer wunderbaren „Message“! Ich gebe zu, dass ich zuerst echt skeptisch war, da ich nicht der größte Fan von „Live-Action-Movies“ bin. Aber… Christopher Robin hat mich überzeugt. Zum einen natürlich, weil Puuh und Co. wirklich süß animiert waren, zum anderen aber auch einfach, weil es kein Abklatsch einer schon vorhandenen Story war. Der neue Dreh hat mir echt gut gefallen.

Kleiner Zusatz: Ich fand es toll, dass einige der Stimmen von Puuh, Ferkel, Tigger und Co. die originalen Stimmen aus den alten Zeichentrickfilmen waren.

Meine Empfehlung: Auf jeden Fall anschauen! Definitiv ein Film für die ganze Familie, auch wenn Mama und Papa die Story an sich wahrscheinlich mehr verstehen als die Kids. Durch die vielen lustigen Szenen, wird es aber nie langweilig oder öde.

Bildrechte: Walt Disney

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